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Nährstoffoptimierung im System der Bio-Landwirtschaft mittels mineralischer Ergänzungsdüngermittel

Lehner Daniel, DI

DI Daniel Lehner

Bio-Feldfutter und Leguminosenbau

Im Projekt „BioOptiDü“ werden die Auswirkungen einer Ergänzungsdüngung mit Phosphor und Schwefel zu organischen Düngern auf Grünland und im Feldfutterbau überprüft und evaluiert. Darüber hinaus wird die Schwefeldüngung bei Körnerleguminosen bewertet.

Laufzeit: 2020-2024

Gerade die unterschiedlichen Formen der Schwefeldünger sollen für eine Praxisempfehlung in verschiedenen Kulturen getestet werden. Im Fokus stehen bei den Ackerkulturen die Winterkörnerleguminosen, da sie noch wenig verbreitet und relativ neu in Österreich sind. Sie können einen Teil der Strategie gegen vom Klimawandel beeinflussten Trockenperioden darstellen. Mehrjährige Versuchsergebnisse untermauern anschließend Anbauempfehlungen für die landwirtschaftliche Praxis. Mit der Kombination von Phosphor- und Schwefeldünger bei Futterleguminosen soll eine mögliche positive, gegenseitige Beeinflussung beider Nährstoffe untersuchen.

Eiweiß für Mensch und Tier

Der Anbau von Leguminosen hat eine äußerst wichtige Stellung in der Biologischen Landwirtschaft zur Gewinnung von qualitativ hochwertigen Lebens- und Futtermitteln und garantiert daher auch eine wertvolle Quelle von Protein in der Human- und Tierernährung. In der Fruchtfolge – vor allem auch in reinen Ackerbaubetrieben - leisten sie einen wesentlichen und wichtigen Beitrag zur Bodenverbesserung, Humusaufbau, Nährstoffversorgung und auch Beikrautregulierung. Durch eine ausgeglichene Versorgung der Pflanzen mit Phosphor und Schwefel werden eine gute Stickstofffixierung- und Verwertung sowie ein rasches und gleichmäßiges Wachstum für entsprechende Qualität, Inhaltsstoffe und Ertrag sichergestellt.

Die Ergebnisse aus den Versuchen sollen Empfehlungen für Betriebe bereitstellen. Dabei geht es um eine Optimierung der Stoffbilanzen und somit die langfristige Stabilisierung der pflanzlichen Erträge im Grünland um am Acker auf Bio-Flächen.
Aus den Ergebnissen sollen Handlungsanweisungen erarbeitet werden, die unmittelbar über Publikationen, Vorträge, Seminare und Workshops den Betrieben zur Verfügung gestellt werden.

Nährstoffoptimierung im System der Bio-Landwirtschaft

Die wesentlichen Ziele bei der Produktion in der Biologischen Landwirtschaft sind möglichst geschlossene Nährstoffkreisläufe sowie ein aktives Bodenleben. Damit sich diese Ziele erreichen lassen, sind die hofeigenen Wirtschaftsdünger die wertvollste Basis und damit ein unverzichtbarer Teil im System. In jüngster Zeit wurde zunehmend deutlich, dass darüber hinaus aber auch die Einzelnährstoffbilanzierung am Bio-Betrieb wichtig ist. Nachhaltigkeit erfordert, dass über die Produkte exportierte Nährstoffe auch wieder in bodenschonender Form auf die jeweiligen Flächen zurückkommen müssen. So sind es Milch und Fleisch, die den Grünland-Betrieb verlassen sowie die Marktfrüchte am Ackerbaubetrieb. Die darin enthaltenen und exportierten Nährstoffe stellen eine nicht unwesentliche Größe dar. Da sowohl Schwefel als auch Phosphor, neben anderen Mineralstoffen und Spurenelementen, essentiell für ein optimales Leguminosenwachstum sind, sollte diesen beiden Nährstoffen gerade in der Bio-Landwirtschaft vermehrt Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies kann auch ein wichtiger Baustein zur Leguminosenförderung und somit auch zur Optimierung der N-Bilanz und Eiweißversorgung darstellen. Schließlich sind Leguminosen die zentrale Kultur in einer biologischen Fruchtfolge.

Die mineralische Ergänzung von Einzelnährstoffen in Grünland-, Feldfutterbeständen und bei Körnerleguminosen ist die zentrale Forschungsfrage in diesem Projekt.

 HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Team

Starz Walter, Dr.

Dr. Walter Starz

Bio-Grünland und Viehwirtschaft
Pfister Rupert

Rupert Pfister

Bio-Grünland und Viehwirtschaft
Rohrer Hannes

Hannes Rohrer

Koordination Bio-Lehr- und Forschungsbetrieb