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Umweltwirkungen extensiver Produktionsverfahren im Dauergrünland mit und ohne Almnutzung

Die Erträge der Almwirtschaft gehören zu der nachhaltigsten Nahrung, die die Landwirtschaft hervorbringen kann. Ihre Wertigkeit wird mit dem Wohl der Tiere nochmals gesteigert. Dennoch ist laut Berichten, „Kein Fleisch essen“ die Regel Nummer zwei um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Eine Simulation soll prüfen, ob diese Aussage für die extensive Haltungsformen von Wiederkauern gültig ist. Um das herauszufinden werden die Umweltwirkungen, jeweils mit und ohne Almanteil berechnet.

Projektleiter-Institut: Institut 1 - Nutztierforschung

Man untersuchte drei extensive Produktionsverfahren mit unterschiedlichen Wiederkäuern (Schafhaltung und Lämmerproduktion, Mutterkuhhaltung und Jungrinder, Ochsenmast). Alle Varianten wurden jeweils mit und ohne Alpung bewertet. Bestehende Ergebnisse aus der biologischen Milchproduktion wurden als Grundbezugsdaten verwendet, da sie die intensivste Form der Wiederkäuerhaltung in der extensiven Landwirtschaft ist. Ein Vergleich mit der intensiven Nutztierhaltung oder dem Ackerbau wurde nicht durchgeführt, da diese Bewirtschaftungsformen im Berggebiet nicht umsetzbar sind.

Die Almperiode selber ist weitgehend unbelastet von direkten und indirekten Freisetzungen, selbst die Treibhausgasbelastung kann als langfristig neutral betrachtet werden. In allen Fällen sind mit einer Alpung geringere Umweltwirkungen. Den größten Einfluss auf die Ergebnisse, haben die Tierzukäufe in der spezialisierten Ochsenmast und die geringere Produktionseffizienz in der Lämmerproduktion. Die Mutterkuhhaltung schneidet günstig ab.

In Summe stehen den Erträgen der Tiere während der Almperiode so gut wie keine Emissionen gegenüber. Eine extensive Nutzung der Almen ist der beste Beitrag zur Nachhaltigkeit in der Haltung von Wiederkäuern. Dennoch ist es die Kunst, der landwirtschaftlichen Betriebsführung, für den eigenen Standort die optimale Betriebsmittelnutzung zu organisieren. 

Einfluss der Almbewirtschaftung auf die Umweltwirkungen pro ha

Umweltwirkungen pro ha (Landbewirtschaftung)

Umweltwirkung

Einheit

Wert

Normierung

   

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

   

mit Alm

ohne Alm

 

mit Alm

ohne Alm

 

Nicht erneuerbare Energie

MJ

10.474

15.239

19.623

0,5

0,8

1

Treibhauspotenzial GWP 100

kg CO2e

3.921

5.591

7.323

0,5

0,8

1

Potenzielle Stickstoffverluste

kg N

13,73

17,66

19,54

0,7

0,9

1

Potenzielle Phosphorverluste

kg P

0,42

0,54

0,56

0,7

1,0

1

Schwermetallen im Boden

kg 1,4-DBe

1,32

1,60

1,34

1,0

1,2

1

 

Einfluss der Almbewirtschaftung auf die Umweltwirkungen pro 100 MJ VE

Umweltwirkungen pro 100 MJ VE (Ernährungsauftrag)

Umweltwirkung

Einheit

Wert

Normierung

   

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

   

mit Alm

ohne Alm

 

mit Alm

ohne Alm

 

Nicht erneuerbare Energie

MJ

730

868

190

3,8

4,6

1

Treibhauspotenzial GWP 100

kg CO2e

271

312

71

3,8

4,4

1

Potenzielle Stickstoffverluste

kg N

0,96

1,02

0,17

5,5

5,8

1

Potenzielle Phosphorverluste

kg P

0,028

0,030

0,006

4,9

5,3

1

Schwermetallen im Boden

kg 1,4-DBe

0,094

0,099

0,014

6,9

7,3

1

 

Einfluss der Almbewirtschaftung auf die Umweltwirkungen pro kg Eiweiß

Umweltwirkungen pro kg Nahrungseiweiß (Ernährungsauftrag)

Umweltwirkung

Einheit

Wert

Normierung

   

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

Extensive Rinderhaltung

Milchvieh

   

mit Alm

ohne Alm

 

mit Alm

ohne Alm

 

Nicht erneuerbare Energie

MJ

316

376

119

2,7

3,2

1

Treibhauspotenzial GWP 100

kg CO2e

117

135

44

2,7

3,1

1

Potenzielle Stickstoffverluste

kg N

0,42

0,44

0,11

3,8

4,0

1

Potenzielle Phosphorverluste

kg P

0,012

0,013

0,004

3,4

3,7

1

Schwermetallen im Boden

kg 1,4-DBe

0,041

0,043

0,009

4,8

5,0

1

 

Untersuchungen zur Mast- und Schlachtleistung sowie Fleischqualität und Umweltwirkungen von Alm-Rindern und Alm-Lämmern aus Österreich

Velik Margit (2020 - 2021)
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Institut 1 - Nutztierforschung