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Schlachtkörper- und Fleischqualität von Mastrindern im Grünland (Weide vs. Silagefütterung)

Velik Margit, Dr.

Dr. Margit Velik

Rindermast und Produktqualität

Die Bedeutung der Weidehaltung hat in den letzten Jahren stark zugenommen, und es kann davon ausgegangen werden, dass die alternative Rindfleischerzeugung (Weiderindhaltung und Mutterkuhhaltung) in Dauergrünlandgebieten in den nächsten Jahren aufgrund der Rahmenbedingungen (hohe Kraftfutterpreise, Umstellung von Haupt- auf Nebenerwerb, Arbeitsextensivierung, Einsatz von Futtermitteln zur Erzeugung erneuerbarer Energien, Erhalt der Kulturlandschaft) noch zunehmen wird.

Die Haltung von Tieren auf der Weide (Milchkuh, Mutterkuh, Mastkalbin, Mastochse, Jungrind) ist ein Beispiel für ein arbeitsextensives, kostengünstiges, energieeffizientes und nachhaltiges Low-Input System, das hohe Grundfutterqualitäten bereitstellt und bei entsprechendem Weidemanagement gute Leistungen ermöglicht. Das vorliegende Projekt liefert einen Beitrag zur Etablierung von österreichischen Rindfleisch-Qualitätsprogrammen, die auf Low-Input Systemen (Weide, geringer Kraftfuttereinsatz) basieren.

Im vorliegenden Projekt werden 20 Kalbinnen (Fleckvieh x Charolais) mit einem durchschnittlichen Lebendgewicht von 300 kg zugekauft und bis zu einem Gewicht von 550 kg gemästet. Die Kalbinnen werden in zwei Gruppen geteilt, der Stallgruppe wird als Grundfutterration Grassilage und Maissilage sowie moderate Kraftfuttermengen gefüttert. Die Weidegruppe erhält während der gesamten Vegetationsperiode ausschließlich Weide. Im Herbst werden die Tiere der Weidegruppe im Stall fertig gemästet. Die Kalbinnen werden wöchentlich gewogen. Von allen Futtermitteln (außer Weide) werden repräsentative Futterproben gezogen. Die Futter- und Nährstoffaufnahme der Stallgruppe wird täglich tierindividuell mittels Calan-Gates erhoben. Es werden Daten zur Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität bei unterschiedlichem Fütterungsregime erhoben.

Im vorliegenden Projekt sollen folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  • Aufzeigen der Möglichkeiten und Grenzen Kalbinnen auf Kurzrasenweide  
    ohne Kraftfutterergänzung zu mästen
  • Abschätzen des Weide-Ertragspotenzials sowie des Zuwachspotenzials der Kalbinnen
  • Aufzeigen von Unterschieden zwischen der Kalbinnenmast auf der Weide
    (mit Endmast im Stall) und reiner Stallfütterung mit Silage und moderaten Kraftfuttermengen hinsichtlich Mastleistung, Schlachtleistung und Fleischqualität
    (Fleisch- und Fettfarbe, Marmorierung, Zartheit)
  • Untersuchung des Fettsäurengehaltes und der Fettsäurenzusammensetzung des Kalbinnenfleisches; Abklären von Unterschieden im Fettsäurenmuster bei unterschiedlichen Grünland-Fütterungssystemen

Weiteres Projekt: Kalbinnenmast im Grünland (Weide vs. Silagefütterung) – Mast-, Schlachtleistung und Fleischqualität

Weitere Informationen zur Projektabwicklung gibt es in der Datenbank für Forschung und nachhaltige Entwicklung (Dafne) -> Link

 

Mastrinder

Mastrinder

 HBLFA Raumberg-Gumpenstein/Velik

 

Schlachtkörper- und Fleischqualität von Mastrindern im Grünland (Weide vs. Silagefütterung)

Velik Margit (2008 - 2009)
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