Ziel der Studie:
• Aktuelle Daten aus den österreichischen, tierhaltenden Betrieben erhalten
• Emissionsminderungsmaßnahmen identifizieren und weiterentwickeln
• Veränderungen bei Management, Haltung und Fütterung erheben – 2005 bis 2018
• Einarbeitung in zukünftige Projekte, welche auf neueste Daten angewiesen sind
• Zukünftige Veränderungen planbar machen
Die österreichische Landwirtschaft ist für 94 % der Ammoniakemissionen verantwortlich. Im Rahmen internationaler Vereinbarungen hat sich Österreich zu deren Reduktion um 12 % bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Deshalb müssen effektive Minderungsmaßnahmen gesetzt werden, um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können. Dazu ist die gesamte Wirtschaftsdüngerkette vom Stall, Entmistung, Güllelagerung bis hin zur Gülleausbringung zu berücksichtigen.
Um die effizientesten Umsetzungsmaßnahmen identifizieren zu können, bedarf es aktueller Daten, damit die österreichische Luftschadstoffinventur nicht mit Standardwerten berechnet werden muss. Wichtige Ergebnisse aus dieser zeigen die Veränderungen der österreichischen Landwirtschaft. Die Laufstallhaltung zum Beispiel hat sich seit dem Vergleichsjahr 2005 von damals nur ca. 31 % auf heute 63 % verdoppelt. Negativ zu beurteilen sind aber die 24 % der nicht abgedeckten Güllelager, welche keine natürliche oder künstliche Abdeckung aufweisen.
Diese und viele andere interessante Ergebnisse aus TIHALO-II zeigen uns den akuten Handlungsbedarf, um unsere Ziele bis 2030 zu erreichen.