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Erhebung zum Wirtschaftsdüngermanagement aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Österreich

Pöllinger Alfred, DI

DI Alfred Pöllinger

Innenwirtschaft

Surveys on manure management from agricultural livestock farming in Austria

Eine österreichweite Umfrage zum Wirtschaftsdüngermanagement mit dem Akronym "TIHALO II-Studie" (Tierhaltung in Österreich) wurde 2018 zum Abschluss gebracht. Dabei wurde an 5000 landwirtschaftliche Betriebe ein Fragebogen zum Thema Tierhaltung und Wirtschaftsdüngermanagement versandt. Ein äußerst positiver Rücklauf war der Ausgangspunkt für einen modernen und aktuellen Datenpool.

Ziel der Studie:

• Aktuelle Daten aus den österreichischen, tierhaltenden Betrieben erhalten

• Emissionsminderungsmaßnahmen identifizieren und weiterentwickeln

• Veränderungen bei Management, Haltung und Fütterung erheben – 2005 bis 2018

• Einarbeitung in zukünftige Projekte, welche auf neueste Daten angewiesen sind

• Zukünftige Veränderungen planbar machen

Die österreichische Landwirtschaft ist für 94 % der Ammoniakemissionen verantwortlich. Im Rahmen internationaler Vereinbarungen hat sich Österreich zu deren Reduktion um 12 % bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Deshalb müssen effektive Minderungsmaßnahmen gesetzt werden, um dieses ambitionierte Ziel erreichen zu können. Dazu ist die gesamte Wirtschaftsdüngerkette vom Stall, Entmistung, Güllelagerung bis hin zur Gülleausbringung zu berücksichtigen.

Um die effizientesten Umsetzungsmaßnahmen identifizieren zu können, bedarf es aktueller Daten, damit die österreichische Luftschadstoffinventur nicht mit Standardwerten berechnet werden muss. Wichtige Ergebnisse aus dieser zeigen die Veränderungen der österreichischen Landwirtschaft. Die Laufstallhaltung zum Beispiel hat sich seit dem Vergleichsjahr 2005 von damals nur ca. 31 % auf heute 63 % verdoppelt. Negativ zu beurteilen sind aber die 24 % der nicht abgedeckten Güllelager, welche keine natürliche oder künstliche Abdeckung aufweisen.

Diese und viele andere interessante Ergebnisse aus TIHALO-II zeigen uns den akuten Handlungsbedarf, um unsere Ziele bis 2030 zu erreichen.

Grafik NH3-Verursacher 2015

Grafik NH3-Verursacher 2015

 Quelle: HBLFA Raumberg-Gumpenstein/A. Pöllinger

Team

Zentner Andreas, DI

DI Andreas Zentner

Innenwirtschaft

 

Erhebungen zum Wirtschaftsdüngermanagement aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Österreich

Pöllinger Alfred (2017 - 2018)
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