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48. Viehwirtschaftliche Fachtagung 2021

Am 24. und 25. März 2021 veranstaltete das Institut für Nutztierforschung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die 48. Viehwirtschaftliche Fachtagung. An beiden Tagen konnten jeweils mehr als 200 Teilnehmer aus dem In- und Ausland bei der als Webinar abgehaltenen Veranstaltung begrüßt werden. Während am ersten Tagungstag Milchvieh-Management, Grundfutterqualität und aktuelle Forschungsergebnisse auf der Tagesordnung standen, drehte sich der zweite Tag ganz um das Thema Milchrassekälber und damit zusammenhängende Herausforderungen und Lösungen. Link zu den Online-Vorträgen.

Dr. Georg Terler

Dr. Georg Terler

 @ HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Milchleistung - Tiergesundheit - Ökonomie

Den Auftakt machte PD Dr. Andreas Steinwidder von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein, der Ergebnisse eines Versuchs präsentierte, in welchem unterschiedliche Kraftfutter-Anfütterungsstrategien und Melkfrequenzen rund um die Abkalbung untersucht wurden. Daran anschließend widmete sich Frau PD Dr. Anke Römer von der LFA Mecklenburg-Vorpommern dem Thema „Freiwillig verlängerte Zwischenkalbezeiten bei Milchkühen“ und deren Auswirkung auf Milchleistung, Tiergesundheit und Ökonomie des Betriebes. Zum Abschluss dieses ersten Blocks berichtete Gerhard Kappel, Milchviehhalter aus Oberschützen im Burgenland, über seine praktischen Erfahrungen mit freiwillig verlängerter Zwischenkalbezeit.

Grundfutterqualität

Der zweite Block der Tagung stand ganz im Zeichen der Grundfutterqualität. Prof. Dr. Qendrim Zebeli von der Veterinärmedizinischen Universität Wien referierte zunächst über die Eignung von zuckerreichem Heu für die Milchviehfütterung. Danach präsentierte Ing. Reinhard Resch von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein die wichtigsten Ergebnisse und Erkenntnisse des LK-Silageprojekts 2020. Einer der Preisträger dieses Silageprojekts ist Michael Gruber, Milchbauer aus St. Pölten in Niederösterreich, der im Zuge seines Vortrags auf seine Strategie zur Optimierung der Silagequalität einging.

Fleischqualität

Am Nachmittag des ersten Tages standen aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts für Nutztierforschung der HBLFA Raumberg-Gumpenstein am Programm. Dipl.-Ing. Stefanie Gappmaier erläuterte zunächst, wie die Fütterung von Milchkühen die Kotzusammensetzung beeinflussen kann. Daran anschließend widmeten sich Dr. Georg Terler und Ramona Hotschnig, Bsc. dem Thema Methanemissionen von Milchkühen und wie diese durch die Wahl des Genotyps und den Kraftfuttereinsatz beeinflusst werden können. Weiters ging Dr. Margit Velik darauf ein, wie stark der Zusammenhang zwischen der Marmorierung von Rindfleisch und verschiedenen Schlachtleistungs- und Fleischqualitätsparametern ist. Zum Abschluss des Tages erläuterte Dr. Thomas Guggenberger die Notwendigkeit und die Chancen einer „Standortgerechten Landwirtschaft“.

Tierschutz - Lebensmittelhandel

Der zweite Tag begann mit zwei Vorträgen von Stefan Lindner, Obmann der ZAR und Dr. Barbara Fiala-Köck, Steirische Tierschutzombudsfrau, die jeweils aus Ihrer Sicht Strategien zur Steigerung des Tierwohls von Milchrassekälbern darlegten. Daran anschließend präsentierte Univ-Doz. Dr. Leonhard Gruber neue Erkenntnisse zu Futteraufnahme und Energieaufwand von Aufzuchtrindern bis 220 kg Lebendmasse. Dr. Christian Koch von der Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle in Rheinland-Pfalz referierte danach über die Bedeutung der Kolostrumversorgung und die Vermeidung von Stress in der Kälberaufzucht. Marlene Berger, Bsc. von der Landwirtschaftskammer Salzburg und Josef Fradler, Obmann der ARGE Rind, präsentierten verschiedene Versuche und Initiativen, welche zum Ziel haben, Vermarktungsschienen für österreichisches Kalbfleisch zu entwickeln bzw. auszubauen. Dr. Margit Velik stellte zudem ein neues Forschungsprojekt der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zur Mast von Milchrasse×Fleischrasse-Kreuzungen vor. Zum Abschluss der Tagung legte Mag. Manfred Kröswang, Lebensmittel-Großhändler aus Oberösterreich dar, wo aus seiner Sicht die größten Herausforderungen in der Vermarktung von österreichischem Kalbfleisch liegen.

Rückmeldungen von Tagungsteilnehmern und rege Beteiligung an der Diskussion der Vorträge zeugen von großem Interesse an der Tagung. Trotz der Restriktionen durch die Corona-Pandemie konnte somit interessierten Landwirten, Beratern, Lehrern und Fachleuten aus der Viehwirtschaft in Form dieses Webinars eine wertvolle Weiterbildungsmöglichkeit geboten werden.

 Viehwirtschaftstagung 2021

 Viehwirtschaftstagung 2021

 

 

Downloads

 

Hier finden Sie die Downloads der früheren Viehwirtschaftstagungen: