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Ammoniakemissionen reduzieren – Was ist zu tun?

Der Feinstaub soll bis 2030 laut einer EU Richtlinie (NEC Richtlinie) um 50 % reduziert werden. Ammoniak ist neben anderen Schadgasen eine Vorläufersubstanz für die Feinstaubbildung und die Landwirtschaft ist mir über 94 % an den Ammoniakemissionen beteiligt.

Maßnahmen

Deshalb müssen in der Landwirtschaft entlang der Wirtschaftsdüngerkette Maßnahmen gesetzt werden, die die Ammoniakemissionen wirkungsvoll vermindern helfen. Neben der angepassten Fütterung, dem emissionsarmen Stallbau, der Stärkung der Weidehaltung und der Abdeckung von neu errichteten Güllegruben ist es vor allem die emissionsarme Wirtschaftsdüngerausbringung, die in den kommenden Jahren massiv verstärkt werden muss. Derzeit werden nur rund 15 % der Rindergülle bodennah ausgebracht, dieser Anteil muss auf wenigstens 50 % gesteigert, bei der Schweinegülle sollten es in Zukunft mindestens 70 % sein.

Ausgenommen werden davon in Zukunft nur Hangflächen mit mehr als 20 % Hangneigung im Mittel sein können. Die EU und der Staat Österreich unterstützen emissionsreduzierende Maßnahmen. Im Bereich des Ankaufes der emissionsarmen Verteiltechnik gibt es eine Investitionshilfe und vor allem der jeweils bodennah ausgebrachten Kubikmeter Gülle wird mit derzeit 1 Euro und in Zukunft hoffentlich mit 1,60 Euro (Schleppschlauchverteiler) pro Kubikmeter für insgesamt 50 m3/ha und Jahr (keine Einmalgabe!) gefördert.

Empfehlungen

Wenn wir nicht jetzt die entscheidenden Schritte setzen werden vermutlich ab 2027 verpflichtende Maßnahmen verordnet werden müssen und dann wird es dafür keine oder nur mehr sehr eingeschränkte Förderungen mehr geben können. Deshalb setzen wir jetzt die richtigen Zeichen und nutzen die angebotenen Möglichkeiten um nicht 2030 unnötige Strafzahlungen an die EU leisten zu  müssen. Lassen wir das Geld in der Landwirtschaft, wo wir es dringend brauchen!

Meint ihr Alfred Pöllinger-Zierler, HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 

Team