Schule

ÖKOLOG-Award 2025: Auszeichnung für herausragende Schülerarbeit

Auszeichnung für die Schüler:innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Auszeichnung für die Schüler:innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 (c) HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Auszeichnung für die beste Diplomarbeit des Jahres und erneute Auszeichnung mit dem ÖKOLOG AWARD 2025

Die Schülerinnen und Schüler, die vom berühmten österreichischen Meeresforscher Prof. Dr. Walter Munk inspiriert wurden, arbeiten seit 2018 an seinem letzten Herzensprojekt, der Erforschung des Altausseersees. Dies war einer seiner letzten Wünsche, da Walter Munk einen großen Teil seiner Kindheit in Altaussee verbracht hat. Munk, der auch „Einstein der Ozeane“ genannt wird, änderte grundlegend unser Verständnis für die Ozeane und unsere Umwelt.

Ein besonderes Anliegen war es Walter Munk schon immer, die studierende Jugend in Forschungsprojekte einzubeziehen. Deshalb waren von Anfang an auch Schüler der HBLFA Raumberg-Gumpenstein Teil dieses wichtigen internationalen Forschungsprojekts. Dies geschah unter der Leitung von Dimitri Deheyn, PhD, und mit Unterstützung ihrer Diplomarbeitsbetreuer, Dr. Helmut Kalss, Fachvorstand Dr. Herwig Pieslinger sowie DI Renate Mayer. Die wissenschaftliche Koordination des Projektteams übertrug Walter Munk Ass.Prof. Dr. Erwin Heine.

Der Standard

About Deheyn Lab

 

Bereits im Jahr 2022 wurde die erste Arbeit von Erich Deu, Matthias Hainzl und Manuel Schrempf (Maturajahrgang 2022) mit dem Titel „Microplastics in Alpine Lakes - Origin, Distribution, Solutions“ mit dem ÖKOLOG AWARD prämiert. Diese Arbeit untersuchte den Ursprung von textilem Mikroplastik in alpinen Gewässern am Beispiel des Altausseersees, dessen Verteilung sowie die Folgen für die Umwelt. Im Zuge ihrer Forschung arbeiteten die Schüler mehrere Monate im Deheyn Laboratory in Kalifornien, einem Labor, das zur „Scripps Institution of Oceanography“ gehört – einem der bedeutendsten Meeresforschungszentren der Welt. Ihr Beitrag bildete die Grundlage für die diesjährige Diplomarbeit und war ein wichtiger Teil des im vergangenen Jahr veröffentlichten „umbrella papers“ „Interdisciplinary investigations of a pristine alpine lake in Austria: The Lake Altaussee Monitoring Program (LAMP)“.

Forschung im Zuge der Diplomarbeit

 

Im Zuge dessen schlossen sich die Schülerinnen und Schüler Patricia Richter, Leander Straub und Martin Malli (Maturajahrgang 2025) dem Projekt an. Nach der Weitergabe des bestehenden Wissens verfassten sie die Folgearbeit: „Microplastic Fibres in alpine Lakes“. Aufgrund ihrer herausragenden Arbeit wurde ihr Werk als die beste Diplomarbeit des Jahres 2025 in Raumberg-Gumpenstein ausgezeichnet. Zudem erhielt auch dieses Team aufgrund seines unermüdlichen Forschungseifers erneut den ÖKOLOG AWARD 2025.

Die Arbeit der jungen Forscherinnen und Forscher trifft den Nerv der Zeit. Sie beschäftigt sich nicht nur mit der Entstehung und Degradation der Plastikfasern, sondern auch mit der Akkumulation in Tieren. Das Team hat unzählige Proben vom Altausseer See und von drei weiteren Seen (Hallstättersee, Toplitzsee, Grundlsee) gesammelt und untersucht. Zudem wurden Abbauprozesse verschiedener Textilfasern in alpinen Gewässern erforscht. Damit tragen die Schüler:innen dazu bei, besser zu verstehen, wie und wie schnell sich Naturfasern abbauen, wie stark die Belastung durch Mikroplastik in den Alpen ist und was dagegen unternommen werden kann. Ihre Arbeit wird voraussichtlich in weitere Publikationen einfließen.

Dieser Meilenstein zeigt, dass die einstige Vision von Walter Munk, den Altausseersee umfassend zu untersuchen, längst Wirklichkeit geworden ist. Der „Spirit of Discovery“ des bereits verstorbenen Forschers lebt bereits in der nächsten Generation junger Forscherinnen und Forscher weiter, denn es stehen erneut Schülerinnen und Schüler des Umwelt- und Ressourcenmanagement-Jahrgangs in den Startlöchern. Sie haben bereits begonnen, an diesem Projekt weiterzuarbeiten. Es findet ein reger Austausch von Wissen und Erfahrungen mit den vorangegangenen Absolventen statt, wodurch die zukünftigen Arbeiten auf den schon gewonnenen Erkenntnissen aufbauen.

WALTER MUNK Foundation for the Oceans