Große Praxis 2026 - Unsere Schüler:innen berichten

Große Praxis 2026 - Unsere Schüler:innen berichten

Im Sommer 2026 sammeln unsere Schüler der dritten Jahrgänge im Rahmen der Großen Praxis wertvolle Erfahrungen in der Berufswelt. Derzeit verbringen sie 14 Wochen in landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen und Institutionen, wo sie aktiv mitarbeiten und vielfältige Einblicke in ihre zukünftigen Tätigkeitsfelder gewinnen.

Die verpflichtende Praxisphase stellt einen wichtigen Bestandteil der Ausbildung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein dar. Sie bietet unseren Schüler die Möglichkeit, ihr im Unterricht erworbenes Wissen praktisch anzuwenden, neue Fähigkeiten zu entwickeln und die Abläufe in der Arbeitswelt unmittelbar kennenzulernen.

Durch die tägliche Mitarbeit in den Betrieben und Einrichtungen vertiefen sie ihr fachliches Können, übernehmen Verantwortung und sammeln wertvolle Erfahrungen im Umgang mit unterschiedlichen Herausforderungen. Gleichzeitig entstehen erste berufliche Kontakte und neue Perspektiven für den weiteren Bildungs- und Berufsweg.

Die Große Praxis ist somit ein bedeutender Abschnitt der Ausbildung und unterstützt unsere Schüler dabei, sich optimal auf die vielfältigen Anforderungen der modernen Landwirtschaft und weiterer Berufsfelder vorzubereiten.

 

Schüler:innen berichten!

 

Deutschland

Hallo!
Unsere Namen sindFlorian Jantscher und Benedict Klamminger aus der 3L-Klasse. Florian hat einen Schafzuchtbetrieb mit ca. 250 Mutterschafen und 50 Hektar, geteilt in Grünland und Forst, im Bezirk Voitsberg. Benedict hat leider keinen Betrieb zuhause und kommt aus dem Bezirk Weiz.
Unsere Praxis absolvieren wir in Deutschland, genauer gesagt in Mecklenburg-Vorpommern, etwa 5 km von Stavenhagen entfernt. Der Betrieb ist ein Ackerbaubetrieb mit rund 1200 Hektar Ackerfläche, geteilt in Gerste, Mais, Weizen, Erbsen und Raps. Zudem verfügt der Betrieb über moderne Technik aller Art.
Zu unseren Aufgaben zählen das Abfahren von Getreide, Bodenbearbeitung (Tiefenlockern, Klärschlamm/Geflügelmist eingrubbern, Arbeiten mit dem Schwergrubber, …), Maschinenwartung, unterschiedlichste Vorbereitungen und mehrere kleinere landwirtschaftliche Arbeiten. Wir sind voll in den Arbeitsalltag integriert.
Besonders spannend war für uns der Unterschied zum Ackerbau in Österreich – diese Dimension war komplett neu für uns!
Auch unsere ackerbaulichen Erfahrungen sowie der richtige Umgang mit und die Wartung von Maschinen haben sich erheblich verbessert.
Ein absolutes Highlight war der Erntebeginn – voller Motivation stürzten wir uns in die langen, abwechslungsreichen und unvergesslichen Arbeitstage.
Wir fühlen uns hier sehr wohl – die Familie unterstützt uns sehr, ist extrem nett sowie humorvoll und kompetent.
Liebe Grüße
Florian Jantscher und Benedict Klamminger

 

Dänemark

Wir sind Heidi und Julia aus der 3LW und verbringen unsere große Praxis am Betrieb Hveddegaard in Mitteljütland in Dänemark, bestehend aus 2 Höfen mit 350 und 250 Milchkühen. Neben klassischer Milchproduktion setzt die Familie auf Gästebeherbergung und Direktvermarktung von Eis. Gesamt befinden sich 1.100 Rinder, 2 Pferde, Hühner, Katzen, Hasen und Hofhund Eddie am Betrieb. Neben den typischen Stallarbeiten wie Kälber füttern, Kälberiglus einstreuen, Liegematten putzen und natürlich dem Melken, dürfen wir bei der Produktion von selbstgemachten Bauernhofeis, bei der Ernte, beim Vorbereiten der Gästeapartments und der Gästebetreuung (zB Pferdereiten mit Kindern) helfen. Wir arbeiten gemeinsam mit fest angestelltem Personal aus Indien, Estland, der Ukraine und von den Philippinen zusammen und erfahren dadurch viel über Kulturen der ganzen Welt.
In unserer Freizeit haben wir schon viel vom ganzen Land gesehen: West- und Ostküste, den nördlichsten Punkt Dänemarks, Kopenhagen, einige Städte, sowie die nationale Agrarmesse und durften einen dänischen Geburtstag und das Sankt-Hans-Fest mitfeiern.

 

Norwegen

14 Wochen Praxis in Norwegen – Trollstigen Drift AS
Valentin, Simon, Tobias und Stefan aus der 3U verbringen 14 Wochen bei Trollstigen Drift AS in Åndalsnes, Norwegen. Der Betrieb bewirtschaftet Wald, Christbaumkulturen und touristische Infrastruktur in der beeindruckenden Fjordlandschaft.
Christbaumpflege als Kernaufgabe
Ein großer Schwerpunkt liegt auf der Christbaumpflege. Die vier lernen, wie wichtig regelmäßiges Beschneiden für ein hochwertiges Aussehen ist – störende Triebe müssen entfernt und die Bäume in Form gebracht werden. Dazu kommt die anspruchsvolle Arbeit, die Kulturen von Unkraut und wildem Aufwuchs freizuhalten, um den Bäumen optimale Wachstumsbedingungen zu geben. Diese handwerklichen Tätigkeiten erfordern Geduld und Genauigkeit.
Waldarbeiten und Schlägerungsarbeiten
Parallel dazu packen sie bei Waldarbeiten und Schlägerungsarbeiten an – körperlich anspruchsvolle Aufgaben im steilen Gelände der norwegischen Fjorde. Ergänzt werden diese durch verschiedene landwirtschaftliche Tätigkeiten auf dem Betrieb.
Tourismus in den Spitzenzeiten
In den Hochsaison-Phasen unterstützen die vier auch im Camping, Café und Kiosk und helfen, Gäste willkommen zu heißen.

 

 

Niederlande

Hallo! 
Wir sind Natalia Fleck und Marlis Walgram aus der 3L-Klasse. Marlis kommt von einem Ochsenmastbetrieb in Murau mit ca. 45 Stück. Außerdem besitzt ihre Familie ca. 40ha bestehend aus extensivem Grünland und Wald.  Natalia kommt aus Frohnleiten und hat leider keinen Betrieb zu Hause. Sie besitzt zusammen mit ihrer Schwester ein Pferd und sie möchte später ein Mal einen Bauernhof besitzen.
Acht Wochen unserer Praxis verbrachten wir in der Hollandschen Rading (NL), etwa eine halbe Stunde von Amsterdam entfernt. Der Betrieb ist ein intensiver Milchviehbetrieb mit 180 Holstein-Kühen und drei Lely - Melkroboter. Außerdem besitzt die Familie Van Vulpen einen Stall mit 720 eingestellten Mastkälbern. Es werden zusätzlich Miethallen und Einstellplätze für ca. 40 Pferde vermietet. Zu unseren Aufgaben zählen das Füttern der Kälbchen, die Melkroboter zu reinigen und Filter zu wechseln, die Liegeboxen reinigen und kalken und die Futtertische abzuräumen, außerdem mussten wir manche Kühe in den Roboter treiben. Tagsüber waren unsere Arbeiten immer unterschiedlich. (z.B. Maschinen reparieren oder waschen, Säuberungsarbeiten am Hof, Silo und Maissilo abdecken und Arbeiten, die gerade anstanden). Besonders neu für uns waren die Betriebsgröße und die anderen rechtlichen Vorschriften im Vergleich zur Tierhaltung in Österreich.
Auch sprachlich haben wir uns verbessert – wir mussten unsere „Komfortzone“ verlassen. Es fällt uns jetzt viel leichter Englisch zu sprechen. Anfangs war es für uns aber nicht leicht, da der Chef, Klaas, kaum Englisch kann. Nach einiger Zeit ist es aber besser geworden und nach den ersten paar Wochen konnten wir schon einiges an Holländisch verstehen. Natalias Highlight der Praxis war es, dass wir bei Geburten der Kälber und bei einer Operation dabei sein durften, und den Tierärzten assistieren durften. Marlis Highlight war es, dass sie Kühen selbst Antibiotikum spritzen durfte und auch als Natalia und Marlis allein am Hof zu Hause waren ein Kälbchen auf die Welt brachten und die Kuh bei der Geburt unterstützen. In 8 Wochen gibt es natürlich auch nicht nur Tage, an denen die Sonne scheint, sondern auch Tage, die man als belastend oder unangenehm beschreiben kann. Im Großen und Ganzen fühlten wir uns aber sehr wohl und wir können die Praxis in Holland weiterempfehlen.
Die Familie hat uns sehr herzlich aufgenommen und mit den Ausflügen, die wir an unseren freien Wochenenden machen konnten, verging die Zeit sehr schnell.

 

Deutschland

Mein Name ist Leander Mitterhauser und ich bin Schüler des 3UR-Jahrgangs. Ich wohne in Bad Aussee und absolviere mein großes Praktikum in Schleswig-Holstein, Süsel, Bocholt.
Bis jetzt habe ich die Silos und die Getreidetrocknung auf die Ernte vorbereitet. Dazu gehören das Putzen, Abdichten, Verlegen der Lüftungskanäle und natürlich auch Reparaturen. Die Gerste haben wir bereits geerntet. Am ersten Tag war ich als Abfahrer im Einsatz und am nächsten Tag habe ich in der Trocknung bzw. im Silo gearbeitet. Dort gehörten das Abwiegen, das Durchführen von zwei Feuchtigkeitsproben und das Einlagern in die Richie-Zelle zu meinen Aufgaben. Den Rest der Gerstenernte habe ich wieder als Abfahrer verbracht. Ich habe noch vieles andere gemacht, wie zum Beispiel Feldränder mulchen, Servicearbeiten an jeglichen Maschinen durchführen, Hecken bei den Mietwohnungen des Betriebsführers schneiden etc.
Die Familie und die Mitarbeiter sind sehr nett. Man bekommt sein eigenes Zimmer und jeden Tag wird frisch zu Mittag gekocht. In der Früh und am Abend gibt es Brot und/oder die Reste vom Vortag. Man hat eigentlich jedes Wochenende frei, es sei denn, es wird geerntet oder es gibt noch etwas zu tun. In der ersten Woche gab es einen Feldtag in der Nähe. Dort ging es um die Sortenwahl und Schädlinge bei Raps, Gerste und Weizen. Cornelius (Betriebsführer) und Jan-Georg (Mitarbeiter) waren so nett und haben mich gefragt, ob ich mitfahren möchte, was ich natürlich gerne gemacht habe.

 

Finnland

Hallo!
Unsere Namen sind Anna Eisner und Karin Waldmann und wir sind Schülerinnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Unser Praktikum absolvieren wir in Finnland, etwa zwei Stunden von Kuopio entfernt. Der Betrieb ist ein Milchviehbetrieb mit 230 Rindern, davon 120 laktierenden Kühen, die von zwei Melkrobotern gemolken werden.
Zu unseren Aufgaben zählen das Sauberhalten der Liegeflächen und Abkalbeboxen, die Wartung der Melkroboter sowie das Einsammeln der Kühe, die gemolken werden sollten. Wir werden gut in den Familienalltag integriert und unternehmen gemeinsam verschiedene Ausflüge in Städte und die umliegende Landschaft.

 

Irand

Mein Name ist Lukas und ich bin Schüler der 3UR-Klasse der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Ich komme aus Raumberg und absolviere mein Praktikum auf einem Milchviehbetrieb in der Grafschaft Cork in Irland.
Zu meinen Aufgaben gehören das Melken der Kühe, das Treiben der Herde, Weidezäune auf- und abbauen, Traktor fahren sowie allgemeine Arbeiten am Hof. Ich konnte viele praktische Erfahrungen sammeln und mein Englisch im Alltag deutlich verbessern.
Besonders gefallen mir die moderne Arbeitsweise des Betriebs, die schöne Landschaft und die freundliche Aufnahme durch die Gastfamilie.
Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und kann ein Auslandspraktikum jedem empfehlen.

 

Schweden

Wir sind Laura Krause und Milena Zink, Schülerinnen der 3LW-Klasse, der HBLFA Raumberg – Gumpenstein. Ich, Laura, komme von einem kleinen Milchviehbetrieb im Sölktal mit extensivem Grünland und Almwirtschaft.
Unser Praktikum absolvieren wir in Schweden, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Malmö. Der Betrieb ist ein Mutterkuhbetrieb mit weiteren Nutztieren sowie einer großen Gärtnerei und Forstwirtschaft. Zu unseren Aufgaben zählen die Fütterung der Tiere, Gartenarbeiten und der Ernte – wir werden sehr gut in den typischen Arbeitsalltag integriert.
An den Wochenenden ist Sightseeing angesagt. Bis jetzt konnten wir die Stadt Malmö und in Lund “Lommer Beach” erkunden.
Auch sprachlich haben wir uns bereits weiterentwickelt, da wir unser Englisch täglich anwenden. Ein besonderes Highlight war der Ausflug auf die Insel Hallands Väderö, wo ein Teil des Mutterviehs den Sommer über verbringt.
Wir fühlen mich hier sehr wohl. Die Familie ist freundlich und unterstützt uns dabei, uns sowohl fachlich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Wir sind dankbar für die vielen neuen Erfahrungen, die ich hier sammeln darf.

 

Santorin

Hallo, wir sind Magdalena und Emilia und verbringen 7 Wochen unseres großen Praktikum in Santorini (Griechenland) auf einer Pferderanch. Unsere Aufgaben sind die Pferde für die Touren vorzubereiten und dann mit Touristen aus aller Welt Ausritte an den Strand oder durch die Stadt zu machen.