1. Tag - 12.11.2025 - Hinflug und Altstadt
Am 12. November 2025 begann unsere lang ersehnte Reise nach Brüssel. Bereits früh am Morgen trafen wir uns am Wiener Flughafen, wo sich 18 aufgeregte Schüler und 2 betreuende Lehrkräfte versammelten. Die Stimmung war entspannt und voller Vorfreude, für einige war es sogar der erste Flug ins Ausland.
Nachdem wir gemeinsam eingecheckt und die Sicherheitskontrollen passiert hatten, blieb noch etwas Zeit, um sich mit Snacks einzudecken oder letzte Nachrichten nach Hause zu schicken. Obwohl unser Flug mit einer kleinen Verspätung startete, hob die Maschine schließlich problemlos ab. Als wir in Brüssel landeten und gegen 16 Uhr den Flughafen verließen, machten wir uns anschließend mit dem Zug auf den Weg in Richtung Innenstadt zu unserem Hotel.
Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und hatten kurz Gelegenheit, unsere Koffer auszupacken und uns etwas auszuruhen. Am Abend brachen wir zu unserem ersten gemeinsamen Spaziergang auf. Unser Ziel war der berühmte Grand Place, einer der beeindruckendsten Plätze Europas. Die prachtvoll verzierten Fassaden der historischen Gebäude und die warme Beleuchtung versetzten uns sofort ins Staunen. Viele nutzten die Gelegenheit, um Fotos zu machen und die Atmosphäre festzuhalten. Nach dem gemütlichen Rundgang durch die Altstadt ließen wir den Tag bei einem entspannten Abendessen in einem nahegelegenen Restaurant ausklingen. Bei leckeren Speisen tauschten wir unsere ersten Eindrücke aus, lachten viel und schmiedeten Pläne für die kommenden Tage.
2. Tag - 13.11.2025 - EU-Parlament und Steiermarkbüro
Unser Donnerstagvormittag begann gegen 9 Uhr vor dem EU-Parlament, wo wir bereits freundlichst von Herrn Wolfsjäger empfangen wurden. Bevor jedoch die Führung im Parlament startete, hatten wir noch die Gelegenheit, das Parlamentsgebäude von außen zu betrachten.
Nach einer Sicherheitskontrolle wurden wir auch schon zum Plenarsaal geleitet, wo wir live als Zuhörer*innen bei einer Abstimmung teilnehmen konnten. Anschließend empfingen uns Herr Wolfsjäger gemeinsam mit MEP Dipl.-Ing. Alexander Bernhuber, der sich Zeit nahm, um unsere Fragen ausführlich zu beantworten.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Beer Factory machten wir uns mit der U-Bahn auf den Weg zum Steiermarkbüro, wo wir nach einer Einführung in die vielfältige Arbeit der steiermärkischen Vertretung auch ein Interview durchführten.
Nach vielen interessanten Gesprächen kehrten wir ins Hotel zurück und nach einer kurzen Erholungspause ließen wir den Abend bei einem gemütlichen Zusammenkommen mit einigen Mitarbeiter*innen des EU-Parlaments am Place du Luxembourg ausklingen.
3. Tag - 13.11.2025 - Europäischer Rat, Ständige Vertretung von Österreich
Um 6 Uhr in der Früh riss uns das markerschütternde Geräusch des Handyweckers aus unseren süßen Träumen. Daraufhin begaben wir uns Richtung Frühstück. Nachdem wir uns ausreichend gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Rat der Europäischen Union und Europäischen Rat. Als wir alle schon die Sicherheitsschleuse passiert hatten, wurde uns mitgeteilt, dass Frau Eder nicht mit in den Rat kommen konnte, da eigentlich Frau Schlömmer angemeldet war. So machten wir uns also zu 19 auf den Weg durch dieses riesige Gebäude voller hoher Persönlichkeiten und ein paar Fensterputzern auf dem Dach, vorbei an der Laterne, dem berühmten Roten Teppich weiter in den überraschend bunt gestalteten Sitzungssaal. Dort durften wir uns auf die Plätze der verschiedenen Länder setzen und konnten sogar durch das Mikrofon sprechen. Nach geschätzten 15 Minuten wurden wir aus diesem farbenfrohen Saal eskortiert, da die Finanzminister eine Besprechung einberufen hatten.
Während wir das Gebäude verließen, kamen uns einige der Finanzminister entgegen. Danach besuchten wir die ständige Vertretung von Österreich in Brüssel, dort wurde uns noch einmal genau erklärt, was das Parlament und die Räte eigentlich machen. Überraschenderweise trafen wir dort auch einen Mitarbeiter, der sich als ehemaliger Raumberger vorstellte. Dieser führte uns noch ein bisschen durch die Stadt. Unser Mittagessen bestand aus originalen Belgian Fries, und bei manchen auch einem Burger.
Weiter ging es danach in die Innenstadt bis zum Justizpalast. Dort fand gerade eine Demonstration statt. Eine kleine Rundfahrt mit dem Riesenrad durfte natürlich nicht fehlen, danach ging es weiter zum Manneken Pis. Dort versuchten wir, arme unschuldige Touristen hereinzulegen, unsere Lockvögel waren Herr Breitenbaumer und Raphael Gaich. Manch einer von uns musste sich den ein oder anderen Lacher verkneifen, als wirklich zwei ahnungslose Besucher auf unseren Trick hereinfielen. Derselbe Trick funktionierte am Grand Place jedoch nicht mehr, da diese Personen, die wir ansprachen, meist fast keine Englischkenntnisse besaßen. Einen gemütlichen Ausklang des Tages fanden wir in der Beer Factory, einer Bar mit speziellen Biersorten, die wir uns natürlich nicht entgehen lassen durften. Als es uns dann zu kalt wurde, begaben wir uns zurück ins Hotel, gingen noch eine Pizza essen und schliefen dann erschöpft aber zufrieden in unseren Betten ein.
4. Tag - 14.11.2025 - Haus der Europäischen Geschichte und Rückreise
Am Samstag, unserem letzten Tag in Brüssel, machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum Haus der Europäischen Geschichte, einem modernen und sehr ansprechend gestalteten Museum im Europaviertel. Dort erhielten wir Tablets, die uns durch die Ausstellung führten und es ermöglichten, uns in unserem eigenen Tempo mit den verschiedenen Themen zu beschäftigen. Besonders gut gefiel uns, dass das Museum nicht nur aus Zahlen und Fakten bestand. Durch interaktive Bereiche und kurze Filmsequenzen haben wir Geschichte mal auf eine ganz andere und moderne Weise erlebt.
Im Anschluss nutzten wir die verbleibende Zeit, um noch ein letztes Mal den Grand Place zu besuchen. Danach ging es für uns Richtung Flughafen und anschließend wieder nach Hause.
Somit gingen sehr lehrreiche Tage zu Ende, die aber überraschend entspannt und voller lustiger Momente waren. Außerdem hatten wir viele Gelegenheiten, miteinander zu reden, zu lachen und klassenübergreifende Erinnerungen zu sammeln.
Eindrücke von der Brüsselreise 2025












