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Untersuchungen zur Weidefutteraufnahme von Milchziegen auf Flächen unterschiedlicher botanischer Zusammensetzung

ProjektleiterIn

Ringdorfer Ferdinand, Dr.

Dr. Ferdinand Ringdorfer

ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter

Weidefutter stellt die kostengünstigste Form der Tierernährung dar. Allerdings ist auf der Weide je nach topographischen Gegebenheiten der Nährstoffbedarf der Tiere auch höher als z.B. bei der Stallfütterung. Zusätzliche Energie muss für die Bewegung aufgebracht werden. Daher kommt der Qualität des Weidefutters eine besondere Bedeutung zu.

Allgemein

Ziegen sind im Gegensatz zu Schafen keine reinen Grasfresser, sie zählen zu den sogenannten Mischfressern, d.h. sie bevorzugen Blätter von Sträuchern und Bäumen, junge Triebe und Knospen, Kräuter etc. Die sich ändernden Klimabedingungen brauchen auch in der Pflanzenzucht entsprechende Anpassungen, vor allem im Hinblick auf Trockenheit. Inwieweit neue Züchtungen bzw. neue Zusammensetzungen von Pflanzenmischungen für Weiden auch von den Ziegen angenommen werden, ist ein Aspekt der Untersuchungen in diesem Projekt. Je höher die Futteraufnahme ist, desto höher ist auch eine zu erwartende Milchleitung. Natürlich spielen auch der Ertrag der Flächen und der Nährstoffgehalt des Futters eine wichtige Rolle für die Erzielung von optimalen tierischen Leistungen. Milchziegen reagieren sehr rasch auf eine sich ändernde Futtergrundlage. Sind nun von den 4 eingesetzten Mischungen welche dabei, die in der Schmackhaftigkeit nicht so gut sind, dann schlägt sich das aufgrund der geringeren Futteraufnahme sofort auf die Leistung nieder und kann somit gemessen werden. Durch Bonitierung des Pflanzenrestes kann ermittelt werden, welche Pflanzen bevorzugt gefressen werden bzw. welche verschmäht werden.

Versuchplanung

Im Frühjahr 2020 werden die Versuchs-Weideflächen neu angelegt. Es sollen vier verschiedene Weidemischungen untersucht werden. Neben einer Standardmischung werden drei Versuchsmischungen angebaut: eine artenreiche Mischung mit mindestens 15 Arten, eine kleebetonte Mischung mit Hornklee, eine kräuterbetonte Mischung. Die vier Mischungen werden in Form eines lateinischen Quadrates mit einer Parzellengröße von 4 x 6 m angebaut. Insgesamt 4 Wiederholungen, d.h. 16 Parzellen, die zusammen eine Fläche von 384 m² ergeben. Auf diesen Flächen werden die botanischen Untersuchungen gemacht (Bestandesveränderungen, LAI Messung). Daneben werden vier ebenfalls je 384 m² große Parzellen mit den vier Mischungen angelegt. Auf diesen großen Parzellen wird die Futteraufnahme der Ziegen erhoben. Pro Parzelle weiden jeweils 4 Ziegen 5 bis 6 Tage lang. Die Weidedauer wird so angelegt, dass die Tiere nicht alles abfressen müssen. Für die Beweidung stehen insgesamt 20 Saanenziegen zur Verfügung. Alle Parzellen werden gleichzeitig mit den Ziegen beweidet. Nach der Beweidung wird ein Reinigungsschnitt gemacht und der Futterrest wird für jede Groß- bzw. Kleinparzelle erhoben. Die Flächen sollen insgesamt 5 bis 6 Mal pro Jahr beweidet werden, je nach Witterung und Wachstum. Die Ertragsschätzung vor jeder Beweidung erfolgt durch Messen der Wuchshöhe mittels rising plate meter. In der Zeit zwischen den Beweidungen der Versuchsflächen grasen die Ziegen gemeinsam auf den umliegenden Dauerweiden der Abteilung Schafe und Ziegen.
Die tägliche Milchleistung wird während der gesamten Laktationsdauer erhoben. Die Untersuchung auf Milchinhaltsstoffe wird nur in der Woche vor sowie nach und in der Woche der Beweidung der Versuchsflächen durchgeführt.

Weideziegen

Weideziegen

 HBLFA Raumberg-Gumpenstein/Ringdorfer

Team

Huber Reinhard

Reinhard Huber

Schafe und Ziegen

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