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Untersuchungen zur Mast- und Schlachtleistung sowie Fleischqualität und Umweltwirkungen von Alm-Rindern und Alm-Lämmern aus Österreich

ProjektleiterIn

Velik Margit, Dr.

Dr. Margit Velik

Rindermast und Produktqualität
Steinwidder Andreas, Priv. Doz. Dr.

Priv. Doz. Dr. Andreas Steinwidder

Biologische Landwirtschaft & Biodiversität der Nutztiere

In Österreich verbringen jährlich ca. 300.000 Rinder und 115.000 Schafe den Sommer auf der Alm. Derzeit gibt es einige wenige Markenfleisch-Programme mit Bezug zur Alm. Es werden aber viele Rinder und Lämmer zeitnah nach der Alpung geschlachtet ohne, dass der Mehrwert „Alm“ am Produkt ausgewiesen wird. Aktuell gibt es ausgehend von Almwirtschaft Österreich und AMA-Marketing eine bundesweite Vermarktungsinitiative für Almprodukte (Milch und Fleisch) unter den Marken „Alm“ und „Von der Alm“. Ziel ist es, die Almwirtschaft zu stärken und die Wertschöpfung für Betriebe mit Almwirtschaft zu erhöhen.

Im Rahmen dieser Vermarktungsstrategie läuft ein Kooperationsprojekt von Almwirtschaft Österreich, AMA Marketing und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein. Die HBLFA Raumberg-Gumpenstein übernimmt hierbei die wissenschaftliche Projektbegleitung. Im Projekt wird zum einen ein Feldversuch auf Kärntner, Steirischen und Tiroler Almen mit Mastkalbinnen, Ochsen, Jungrindern aus Mutterkuhhaltung (alle 3 Kategorien Fleckvieh bzw. Fleckvieh-Kreuzungen) und Lämmern (Brillenschaf, Bergschaf) durchgeführt.

Übliche Praxis ist es, dass Mastrinder und Mastlämmer nach Almabtrieb nicht gleich geschlachtet werden, sondern davor noch im Stall ausgemästet werden. Im Rahmen dieses Pilotprojektes werden die Rinder und Lämmer entweder direkt nach Almabtrieb geschlachtet oder nach 3-monatiger Ausmast im Stall. Es werden Daten zur Schlachtleistung (Klassifizierung, Zunahmen etc.) und Fleischqualität (Zartheit, Saftigkeit, Fettgehalt, Fettsäuremuster etc.) ausgewertet. Hiermit soll klargestellt werden, welche Merkmale der Schlachtkörper- und Fleischqualität von Alm-Rindern und Alm-Lämmern mit/ohne Stallausmast positiv beeinflusst werden. So wird beispielsweise Fleisch von der Alm ein ausgezeichnetes Fettsäuremuster nachgesagt. Darüber hinaus werden Umweltwirkungen mit dem Tool „Farmlife“ bewertet.

Zusätzlich werden Daten der AMA Rinderdatenbank und der Österreichischen Fleischkontrolle (ÖKF) ausgewertet. Hier soll der Einfluss von Rinderkategorie, Rasse, Schlachtalter etc. bei keiner bzw. unterschiedliche langer Ausmast nach Alpung auf die Schlachtkörperqualität herausgearbeitet werden.

Das Projekt unterstützt die Formulierung und Anpassung der geplanten Almqualitätsprogramme und ihrer Richtlinien.

Almtiere

Almtiere

 Foto/Sinkovits

 

Untersuchungen zur Mast- und Schlachtleistung sowie Fleischqualität und Umweltwirkungen von Alm-Rindern und Alm-Lämmern aus Österreich

Velik Margit (2020 - 2021)
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