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Die Bedeutung der lokalen Schneehöhenvariabilität für den Wasserhaushalt am Gebirgsstandort Stoderzinken (WHSchnee)

Herndl Markus, Dr.

Dr. Markus Herndl

Referat Bodenkunde und Lysimetrie, Leiter der Forschungsgruppe Ökoeffizienz

Kooperationspartner: Univ-Prof. Dr.rer.nat. Wolfgang Schöner Universität Graz, Institut für Geografie und Raumforschung

The significance of local snow depth variability for the water balance at the Stoderzinken measuring site

In alpinen Höhenlagen beeinflusst die Schneebedeckung maßgeblich den Wasserhaushalt und die Grundwasserneubildung. Die Gebirgslysimeter- und Wetterstation am Stoderzinken (1830 m, Steiermark), seit 2005 in Betrieb, liefert präzise Daten zu Niederschlag, Verdunstung und Sickerwasser. Besonders im Winter erschweren große Schneehöhen (teils über 3 m) sowie Windverfrachtungen die exakte Bestimmung der Wasserbilanz. Um diese Lücken zu schließen, werden in einem aktuellen Projekt wiederholte Schneehöhenmessungen mittels Laserscanner und Drohnen-Photogrammetrie durchgeführt. Ziel ist ein besseres Verständnis der Schneeverteilung, ihrer Abhängigkeit vom Wettergeschehen und ihrer Auswirkungen auf die Wasserbilanz – auch im Rückblick auf die vergangenen 20 Jahre.

 

Projektziele
Ziel des Projekts ist es, den Wasserhaushalt am alpinen Standort Stoderzinken präziser zu erfassen – insbesondere unter Berücksichtigung der stark variierenden Schneehöhen und Windverfrachtungen. Mithilfe von Laserscanning und Drohnen-Photogrammetrie wird im Winter 2025/26 die Schneehöhenverteilung hochauflösend vermessen. Die Ergebnisse werden mit 20 Jahren Wetter- und Lysimeterdaten verknüpft, um langfristige Zusammenhänge zwischen Schnee, Wetter und Wasserbilanz besser zu verstehen. Das Projekt liefert zudem wichtige Erkenntnisse für ein zukunftsfähiges Wassermanagement im Zeichen des Klimawandels.

 

Praxisrelevanz
Ein präzises Verständnis der Schneehöhe und -verteilung ist in alpinen Karstgebieten essenziell für die Ermittlung des Winterniederschlags und damit für eine exakte Wasserbilanz. Diese bildet die Grundlage zur Abschätzung der Grundwasserneubildung – ein zentraler Faktor für die Trinkwasserversorgung und landwirtschaftliche Wasserverfügbarkeit. Angesichts des Klimawandels und möglicher Rückgänge der Schneedecke liefert das Projekt wichtige Erkenntnisse für eine vorausschauende Wasserbewirtschaftung und Sicherung der Versorgung im Alpenraum.

 

Forschungsprojekt mit dem Namen

Forschungsprojekt mit dem Namen "WH Schnee" an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 (c) HBLFA Raumberg-Gumpenstein

 

Die Bedeutung der lokalen Schneehöhenvariabilität für den Wasserhaushalt am Gebirgsstandort Stoderzinken

Herndl Markus (2025 - 2026)
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