Die im Rahmen der QPlus-Programme nahezu flächendeckend erhobenen Daten der Jahre 2025 und 2026 werden geprüft, harmonisiert, statistisch ausgewertet und künftig jährlich aktualisiert. Berücksichtigt werden unter anderem Tierhaltung, Stall- und Haltungssysteme sowie Lagerung, Behandlung und Ausbringung von Wirtschaftsdüngern.
Im Mittelpunkt des Projekts stehen insbesondere Ammoniakemissionen aus der Nutztierhaltung und dem Wirtschaftsdüngermanagement. Da die Landwirtschaft den überwiegenden Anteil der österreichischen Ammoniakemissionen verursacht, sind aktuelle, belastbare und regional differenzierte Aktivitätsdaten eine wesentliche Voraussetzung für eine präzise nationale Emissionsberichterstattung. Das Datenmaterial stellt allerdings auch die Datengrundlage zur Berechnung der treibhausgasrelevanten Emissionen aus dem Teilbereich Landwirtschaft dar.
Tihalo IV knüpft an die bisherigen Erhebungen Tihalo I, II und III an und erweitert diese durch eine umfassendere Datenerhebung und vertiefte statistische Auswertung. Die im Rahmen der QPlus-Programme über die Tierhaltungsverbände beinahe flächendeckend bereits erhobenen Daten der Jahre 2025 und 2026 werden systematisch geprüft, harmonisiert und analysiert. In Folge werden diese Daten jährlich aktualisiert, um Veränderungen noch besser und sehr zeitnah darstellen zu können.
Dabei werden Informationen zu Tierhaltung, Stall- und Haltungssystemen, Lagerung und Behandlung von Wirtschaftsdüngern sowie deren Ausbringung berücksichtigt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der regionalen Auswertung der Daten. Durch die Zuordnung zu NUTS-Regionen und den einzelnen Betriebsgrößen können Unterschiede zwischen Betriebsstrukturen, Haltungsverfahren und Wirtschaftsdüngermanagement in Österreich besser abgebildet werden. Dadurch wird die Qualität der österreichischen Luftschadstoffinventur verbessert und die Entwicklung landwirtschaftlicher Emissionen nachvollziehbarer dargestellt.
Die Projektergebnisse liefern eine wichtige Grundlage für die Bewertung emissionsmindernder Maßnahmen und für die Weiterentwicklung von Förder- und Beratungsangeboten. Gleichzeitig ermöglichen sie eine bessere Einschätzung langfristiger Entwicklungen in der österreichischen Nutztierhaltung und im Wirtschaftsdüngermanagement. Damit leistet Tihalo IV einen Beitrag zur fachlich fundierten Unterstützung nationaler und europäischer Reduktionsziele, insbesondere im Bereich Ammoniak.
Das Projekt ist sowohl für Wissenschaft und Verwaltung als auch für Beratung und landwirtschaftliche Praxis von Bedeutung. Es trägt dazu bei, Emissionsberechnungen transparenter, aktueller und belastbarer zu machen und unterstützt die Entwicklung wirksamer Maßnahmen für eine zukunftsfähige, emissionsärmere Landwirtschaft.



