Im Jänner 2026 ist das dreijährige Kooperationsprojekt „Praktische Umsetzung der abgestuften Grünlandnutzung in Gunstlagen“ gestartet. Ziel des Projekts ist es, das Potenzial der abgestuften Grünlandnutzung für eine leistungsfähige Futterproduktion und die Förderung der Biodiversität unter Praxisbedingungen zu untersuchen und weiterzuentwickeln.
Auf insgesamt 14 Pilotbetrieben in Oberösterreich, Salzburg und Tirol werden Maßnahmen zur abgestuften Grünlandnutzung praktisch umgesetzt und wissenschaftlich begleitet. Im Mittelpunkt stehen die Anlage artenreicher Grünlandflächen, ein standortangepasstes Düngermanagement sowie ein Monitoring der Pflanzen- und Insektenvielfalt.
Ergänzend dokumentieren die Landwirtinnen und Landwirte im Rahmen eines Citizen-Science-Monitorings ausgewählte Artenvorkommen auf ihren Betrieben. Darüber hinaus werden die Auswirkungen der Maßnahmen auf Futterertrag, Futterqualität und Biodiversität untersucht sowie Ökobilanzen der Betriebe erstellt.
Das Projektkonsortium der ARGE Abgestuftes Grünland vereint Kompetenzen aus Forschung, Beratung und landwirtschaftlicher Praxis.
Partner sind Raumberg-Gumpenstein Research & Development, die HBLFA Raumberg-Gumpenstein, das Umweltbundesamt, das Österreichische Kuratorium für Landtechnik (ÖKL), die Landwirtschaftskammern Oberösterreich, Salzburg und Tirol, BIO AUSTRIA Bundesverband und die Landesverbände Oberösterreich, Salzburg und Tirol sowie die ARGE Heumilch.
Die im Projekt gewonnenen Erfahrungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse werden laufend ausgewertet und aufbereitet. Nach Abschluss des Projekts fließen sie in einen österreichweiten Praxisleitfaden ein, der Landwirtinnen und Landwirten konkrete Empfehlungen für eine leistungsfähige und biodiversitätsfördernde Grünlandbewirtschaftung bieten soll.
Das Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ist intensiv als Projektpartner eingebunden und unterstützt die Betriebe sowie die Beratungskräfte bei der praktischen Umsetzung auf den Grünlandflächen. Ziel ist es, das Konzept der abgestuften Grünlandnutzung gezielt auf Praxisbetrieben zu etablieren und praxistaugliche Planungshilfen für die Beratung zu entwickeln, um eine erfolgreiche Umsetzung zu erleichtern.
Bilder
Förderhinweis
Das Projekt wird im Rahmen des GAP-Strategieplans Österreich 2023–2027 mit Mitteln der Europäischen Union sowie des Bundes und der Länder gefördert.

















