In dieser Folge von Agrar Science – Wissen kompakt erklärt Grünlandexperte Dr. Andreas Bohner von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein im Gespräch mit Priv.-Doz. Dr. Andreas Steinwidder, warum Standort, Boden und Wasserhaushalt darüber entscheiden, welche Pflanzen sich durchsetzen und wie mit der Fingerprobe die Bodenart bestimmt werden kann.
Der Podcast zeigt, wie Geländeform, Bodenart und Bewirtschaftung zusammenspielen – und warum vorbeugendes Grünlandmanagement der beste Schutz vor Verunkrautung ist. Eine Folge für alle, die ihre Wiesen langfristig gesund, leistungsfähig und wirtschaftlich erhalten wollen.
Zeigerpflanzen
Foto 1: Auf trockenheitsgefährdeten Standorten kann sich die Wiesen-Schafgarbe stark ausbreiten.
Foto 2: Auf verdichteten Böden erreicht der Kriech-Hahnenfuß einen hohen Deckungsgrad.
Foto 3: Der Schlangen-Knöterich wächst bevorzugt auf grundwasserbeeinflussten, mäßig nährstoffreichen Mineralböden.
Feststellung der Bodenart mit der Fingerprobe
Die Bodenart kann im Gelände mit der Fingerprobe festgestellt werden.
- Fühlt sich das angefeuchtete Bodenmaterial mehlig an und haftet in den Hautrillen, ist der Boden schluffreich.
- Ist das Material weder bleistiftdick ausrollbar noch formbar, sind hingegen Einzelkörner gut sicht- und fühlbar, ist der Boden sandreich.
- Lässt sich eine lange, 2-3 mm dünne Schnur ausrollen, ist der Boden tonreich.
- Wenn das gut formbare und klebrige Material nicht zu einer langen, dünnen Schnur ausgerollt werden kann, ist der Boden lehmig.



