Bei der standortangepassten Beweidung von Almen mit Kleinvieh wird jeder Standort entsprechend seines Potentials und seiner ökologischen Stabilität gezielt beweidet oder auch geschont. Flächen werden nur für eine gewisse Zeit beweidet, danach folgt eine Beweidungsruhe, in der sich die Standorte regenerieren können. Dadurch vereint diese Bewirtschaftungsform die nachhaltige Erbringung von Ökosystemleistungen wie u.a. Biodiversitätserhalt und -förderung mit der Produktion von Lebensmitteln auf Flächen, die nur auf diese Weise zur menschlichen Nahrungsversorgung beitragen können. Im Gegensatz zum derzeit üblichen, freien Weidegang von Kleinvieh auf Almen, kommt es durch die standortangepasste Beweidung gezielt zur Vermeidung von Übernutzung, Trittschäden, offenem Boden, Erosionsangriffsflächen, Unternutzung, Verbuschung, Verwaldung und Naturgefahren. Es wird zudem die Kulturlandschaft erhalten und durch die Phasen der Beweidungsruhe werden Lebensräume für Insekten, Bodenlebewesen und Wildtiere entlasten. Durch die ständige Behirtung wird für Kleinviehhalter:innen zudem eine Form der Alpung möglich, die eine optimierte Tierbetreuung und Tierschutz gemäß den Vorgaben im Tierschutzgesetz ermöglicht. Mit dem stark umsetzungsorientierten Projekt «SchaZi-Alm» wird die standortangepasste Beweidung mit ihren multifunktionalen Leistungen, die sie für Alm- und Landwirtschaft, Naturschutz, Jagd, Forst, Tourismus und Erholung, sowie die gesamte Gesellschaft erbringt, ganzheitlich gestärkt.
Lead-Partner:
Projektpartner:
Österr. Schaf- und Ziegenzuchtverband (ÖBSZ)
Umsetzungsort
(In Österreich) - Österreichweit mit Best-Practice-Almbetrieben in Salzburg, Tirol, Vorarlberg
Laufzeit
2026-2028






