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Fingerabdruck der Milch

Milch ist nicht gleich Milch! Ergebnisse aus neuen Analysenmethoden der Milch werden zukünftig im Herdenmanagement, der Zucht aber auch in der Qualitätssicherung und Vermarktung von Qualitätsprodukten Einzug halten. An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein wird dazu geforscht.

Die Fütterung beeinflusst nicht nur die Milchmenge und die Gehalte an Milchfett, Eiweiß, Laktose und Harnstoff sondern auch an Fettsäuren, Vitaminen sowie Stoffwechselprodukten. In den letzten Jahren konnten durch Forschung große Fortschritte hinsichtlich kostengünstiger Routineanalysenmethoden erzielt werden.

Infrarot-Analytik
Für die Datengewinnung aus der Milch ist methodisch die Infrarot-Analytik vielversprechend. Sie ist kostengünstig, chemikalien- und zerstörungsfrei sowie sehr schnell durchführbar. Die Milch wird dabei mit Infrarot-Licht mittlerer Wellenlänge „beleuchtet" und die Reflexion des Lichtes, welche von der Zusammensetzung abhängt, wird für jede Wellenlänge getrennt erfasst. Bereits heute fallen diese großen Datensätze beispielsweise bei der Analyse der Milchinhaltsstoffe im Rahmen der Milchleistungskontrolle an. Auch in Österreich wird derzeit an der verstärkten Nutzung von Infrarotdaten geforscht.

Qualität messbar machen
Um die Qualität von Produkten umfassend messbar zu machen, wird beispielsweise auf spezielle Inhaltsstoffe (Fettsäuren, Vitamine etc.) und regionale Herkunft untersucht. Im Rahmen eines Forschungsprojektes der HBLFA Raumberg-Gumpenstein soll jetzt der Einfluss der Rationszusammensetzung und Fütterung auf das Mid-Infrarotspektrum von Kuhmilch untersucht werden. Dabei wird die Nutzungsmöglichkeiten dieser Verfahren zur retrospektiven Beurteilung der Rationsgestaltung und Rationszusammensetzung bei Milchkühen geprüft. Die Ergebnisse können in der Milchviehzucht berücksichtigt werden (z.B. Umwelteffekte beschreiben) um effiziente Tiere besser zu erkennen. Das Verfahren könnte aber auch in der Qualitätssicherung, zur qualitätsabhängigeren Bezahlung und für die Vermarktung genutzt werden. Damit kann ein Beitrag zur Verringerung der Anonymität der Milch am Markt erzielt werden.
Daraus ergeben sich Chancen zur Absicherung einer nachhaltigen Milchproduktion auf Familienbetrieben in unseren Regionen!

Titel der Forschungsarbeit:
„Einfluss der Rationszusammensetzung auf das Mid-Infrarot Spektrum der Kuhmilch"
„Impact of feed ration composition on the mid-infrared spectra of dairy cow milk"

Projektleitung:
Steinwidder Andreas, Priv. Doz. Dr., Bio-Institut HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Projektmitarbeiter HBLFA Raumberg-Gumpenstein:
Dr. Andreas Schaumberger, Dr. Margit Velik, DI Walter Starz, DI Georg Terler, DI Christian Fasching, Hannes Rohrer und Rupert Pfister

Kooperationspartner Universität für Bodenkultur Wien:
Univ. Prof. Dr. Johann Sölkner und Michael Klaffenböck (Masterarbeit)

Laufzeit: 2015-2016

 

 

Milchsammelbehälter

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