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Ferkelkastration unter Injektionsnarkose - Umsetzung und Verbesserungen

Biobetriebe sowie Lieferanten des Hofkultur-Projektes der Fa. Hütthaler sind seit 2018 dazu verpflichtet, Ferkel unter Vollnarkose zu kastrieren. Vom Institut für Biologische Landwirtschaft in Thalheim/Wels wurden dazu zwei Untersuchungen durchgeführt: Auf 14 Biobetrieben wurde zuerst die praktische Umsetzung der Injektionsnarkose untersucht.

Wundheilungsstörungen traten nur bei 3 % der beobachteten Tiere auf, Narkosebedingte Todesfälle spielten kaum eine Rolle und die Zusammenarbeit mit dem/der Tierarzt/-ärztin wurde von 98 % der LandwirtInnen als gut bis sehr gut beurteilt. Über alle Betriebe hinweg etwa 70 % aller beobachteten Ferkel keine oder lediglich geringe Abwehrbewegungen. In einer zweiten Studie konnte die Wirksamkeit durch Beimengung eines zusätzlichen Opioids (Butorphanol) noch deutlich verbessert werden.

Die wichtigsten Ergebnisse dieser Studien wurden als TGD-Merkblatt für TierärztInnen aufbereitet. Dieses wird vom TGD Österreich an alle TierärztInnen verschickt und dient als Grundlage für die Saugferkelkastration unter Narkose.

Hagmüller, W., Schwediauer, P.(2020): Verbesserte Schmerzausschaltung durch Butorphanol bei Injektionsanästhesie mit Ketamin und Azaperon bei der Kastration männlicher Ferkel. Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, 133, S. 102-109. DOI: 10.2376/0005-9366-19035
https://www.vetline.de/verbesserte-schmerzausschaltung-durch-butorphanol-bei-injektionsanaesthesie-mit-ketamin-und

Die Verwendung eines Emaskulators vermindert die Blutungen deutlich

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 HBLFA Raumberg-Gumpenstein