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Neuausrichtung der Pflege und Beikrautregulierung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Das Institut für Pflanzenbau setzte sich das Ziel, im Rahmen einer zwei- bis dreijährigen Umstellphase auf den Einsatz des Totalherbizides Glyphosat komplett zu verzichten. Glyphosat wurde in den letzten 25 Jahren in unterschiedlichen Bereichen (Trennung von Parzellen, Pflege der Schlagränder, Wegränder, Feldvor- und Nachbereitung, Einzelpflanzenbekämpfung in Vermehrungen) eingesetzt.

Ein Verzicht auf Glyphosat im Versuchswesen ist möglich. Allerdings haben all diese Alternativen gemein, dass mit ihnen wesentlich höhere Zeit- und Kostenaufwände einhergehen.

Ein Verzicht auf Glyphosat im Versuchswesen ist möglich. Allerdings haben all diese Alternativen gemein, dass mit ihnen wesentlich höhere Zeit- und Kostenaufwände einhergehen.

 HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wurden die für einen vollständigen Verzicht auf Glyphosat notwendigen Strategien, Maßnahmen und Investitionen sowie die damit verbundenen Probleme erfasst und für alle Einsatzbereiche Ersatzstrategien gefunden, die im Rahmen der verfügbaren Personalkapazitäten und Mittel umgesetzt werden konnten.

Projektziel

Durch den freiwilligen Verzicht der HBLFA Raumberg–Gumpenstein auf das Herbizid Glyphosat wurde im Institut für Pflanzenbau und Kulturlandschaft ein Projekt ins Leben gerufen um mögliche Alternativen aufzuzeigen. Im pflanzenbaulichen Versuchswesen ist eine Unkraut- bzw. Beikrautbekämpfung unerlässlich, diese kann auf chemischem, mechanischem oder physikalischem Weg erfolgen. Die Haupteinsatzgebiete der Unkrautbekämpfung an der HBLFA Raumberg–Gumpenstein sind die Behandlung der Trennstreifen zwischen Versuchsparzellen, die klassische Unkrautbekämpfung in Saatgutvermehrungen und Wertprüfungen sowie die Vorbereitung jeder Versuchsfläche. Nicht jede Form der Behandlung ist für jeden Einsatzzweck geeignet, so kann zum Beispiel in mittels Breitsaat gesäten Kulturen keine mechanische oder physikalische Bekämpfung erfolgen. Aufgrund der Tatsache, dass die Alternativen schnell gefunden werden mussten, wurde eine Reihe von Tastversuchen aber keine wissenschaftlichen Exaktversuche vorgenommen.

Testversuche

Die Versuche zielten drauf ab herauszufinden, ob andere Methoden als der Glyphosateinsatz zum selben Ergebnis kommen und mit welchen Arbeits- und Kostenverhältnis diese Ergebnisse zu erzielen sind. Die Abteilung Vegetationsmanagement im Alpenraum sowie die Abteilung Grünlandmanagement und Kulturlandschaft führten im Projektzeitraum folgende Testversuche durch:

  • Einzelpflanzenbekämpfung von Gräsern in Saatgutvermehrungen
  • Einzelpflanzenbekämpfung Ampfer
  • Spritzmittelvergleich in Grünlandbeständen
  • Behandlung der Parzellentrennsteifen mit organischen Säuren
  • Mechanische Behandlung der Parzellentrennsteifen

Ein Verzicht auf Glyphosat im Versuchswesen ist möglich und es gibt auch in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten Alternativen. Allerdings haben all diese Alternativen gemein, dass mit ihnen wesentlich höhere Zeit- und Kostenaufwände einhergehen.

Abschlussbericht

Team

Gaier Lukas, DI.

DI Lukas Gaier

Pflanzenbauliche Alternativen und genetische Ressourcen im Grünland
Krautzer Bernhard. Dr.

Dr. Bernhard Krautzer

Pflanzenbau und Kulturlandschaft

 

Neuausrichtung der Pflege und Beikrautregulierung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Krautzer Bernhard (2018 - 2020)
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