Aktuelles

Klimawandel und Bodenwasserhaushalt im Grünland: Erkenntnisse und Empfehlungen für ihren Betrieb

Herndl Markus, Dr.

Dr. Markus Herndl

Referat Bodenkunde und Lysimetrie, Leiter der Forschungsgruppe Ökoeffizienz

Der Klimawandel stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Besonders der Wasserhaushalt im Grünland ist von steigenden Temperaturen, erhöhtem CO₂ und häufigeren Trockenperioden betroffen. Mehrjährige Untersuchungen an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein zeigen, welche Auswirkungen diese Veränderungen haben – und welche Strategien Landwirte ergreifen können, um sich anzupassen.

 

Trockenheit und Wasserverfügbarkeit

Trockenheit in Kombination mit höherem CO₂ und steigenden Temperaturen verändert die Wasserbewegung im Boden. Das bedeutet: Pflanzen haben weniger verfügbares Wasser, was zu Wachstumsverlusten führen kann. Eine effiziente Wassernutzung wird immer wichtiger.

 

Veränderte Wasseraufnahme im Boden

Unter zukünftigen Klimabedingungen gelangt Wasser schneller durch große Bodenporen und vermischt sich weniger mit Wasser in kleineren Poren. Dies führt dazu, dass weniger Wasser für die Pflanzen verfügbar bleibt.

 

Wachstumsrate und Bodenstruktur im Wandel

Pflanzen reduzieren bei erhöhter CO₂-Konzentration ihre Transpiration, also ihren Wasserverbrauch. Das kann zwar Wasser sparen, führt aber auch zu einer geringeren Wachstumsrate. Zusätzlich können wiederkehrende Trockenperioden die Bodenstruktur verändern und die Wasserbewegung im Boden weiter erschweren.

 

Langfristige Strategie: Balance zwischen Resilienz und Ertrag

Auch wenn Pflanzen mit der Zeit widerstandsfähiger gegen Trockenstress werden, geschieht dies möglicherweise auf Kosten der Produktivität. Eine zentrale Aufgabe für die Grünlandbewirtschaftung ist es, diese Balance zu finden.

 

Wichtige Erkenntnisse und Empfehlungen für Ihren Betrieb finden sie im Factsheet „Klimawandel und Bodenwasserhaushalt im Grünland“ anbei!


 

Fazit: Jetzt handeln, um die Zukunft der Grünlandwirtschaft zu sichern

 

Der Klimawandel ist Realität – doch mit den richtigen Maßnahmen können Landwirte ihren Betrieb widerstandsfähiger machen. Durch die Verbesserung des Wasserspeichervermögens, eine angepasste Bodenbewirtschaftung und die Auswahl geeigneter Sorten lassen sich die negativen Auswirkungen minimieren und die Produktivität erhalten.

 

Haben Sie Fragen oder Interesse an weiteren Informationen? Kontaktieren Sie uns: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

 

Erkenntnisse und Empfehlungen basieren auf den Ergebnissen des ÖAW-ESS-Projekt ClimGrassHydro, finanziert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wir danken den Teams von ClimGrass und ClimGrassHydro für den Beitrag zu diesem Factsheet.

 

 

 

 (c) HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Team

Klingler Andreas, DI

DI Andreas Klingler

Grünlandforschung
Forstner Veronika, Dr.in

Dr.in Veronika Forstner

Projektmitarbeiterin Research & Development

Ähnliche Projekte

2424: ClimGrassEco

Einfluss zukünftiger Klimabedingungen auf die Produktivität und Biogeochemie des Ökosystems Dauergrünland
2015 - 2019 , Pötsch Erich M.


2454: HyproGrass

Einfluss des Klimawandels auf die Hydrologie und Produktivität von alpinem Grünland unter der Verwendung von wägbaren Lysimetern
2018 - 2022 , Herndl Markus