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Treffen der EU-IMPEL-Arbeitsgruppe „Pigs & Poultry“ in den Niederlanden

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Treffen der EU-IMPEL-Arbeitsgruppe „Pigs & Poultry“ in den Niederlanden

Auf Einladung des Omgevingsdienst Midden- en West-Brabant fand von 2. bis 4. Juni 2026 das Treffen der IMPEL-Arbeitsgruppe „Pigs & Poultry“ in Tilburg und ’s-Hertogenbosch (Den Bosch) statt. Ziel der jährlich stattfindenden Treffen ist der fachliche Austausch zu umweltrelevanten Fragestellungen der Nutztierhaltung sowie die gemeinsame Besichtigung landwirtschaftlicher Betriebe im Gastgeberland. Am diesjährigen Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter aus sechs EU-Mitgliedstaaten teil.

Die Niederlande und insbesondere die Provinz Nordbrabant zählen zu den viehdichtesten Regionen Europas. Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen im Spannungsfeld zwischen einer wettbewerbsfähigen Nutztierhaltung und dem Schutz empfindlicher Ökosysteme. Im Mittelpunkt steht dabei die Reduktion von Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung und die Begrenzung von Stickstoffeinträgen in Natura-2000-Gebiete. Die Niederlande gehören seit Jahren zu den europäischen Ländern mit besonders hoher Stickstoffbelastung, weshalb Maßnahmen zur Emissionsminderung einen hohen Stellenwert in der Agrar- und Umweltpolitik einnehmen.

Der Besuch eines mittelständischen Schweinezuchtbetriebes verdeutlichte die praktischen Auswirkungen dieser Rahmenbedingungen auf die landwirtschaftliche Produktion. Die Errichtung neuer Stallanlagen beziehungsweise die Erweiterung bestehender Betriebe ist insbesondere in der Nähe sensibler Natura-2000-Gebiete nur möglich, wenn zusätzliche Stickstoffeinträge vermieden oder ausgeglichen werden können. Abluftreinigungsanlagen und weitere emissionsmindernde Techniken, die in Österreich bislang vergleichsweise selten eingesetzt werden, gehören auf vielen niederländischen Betrieben bereits zum Stand der Technik. Entsprechende Anforderungen betreffen nicht nur größere Anlagen im Anwendungsbereich der Industrieemissionsrichtlinie (IED), sondern können – abhängig von Standort und Emissionssituation – auch kleinere Betriebe erfassen.

Der regelmäßige Austausch innerhalb des europäischen Netzwerks ermöglicht einen vertieften Einblick in die unterschiedlichen rechtlichen, technischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Nutztierhaltung in den Mitgliedstaaten. Dieses gegenseitige Verständnis bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Landwirtschaft in Europa.

Diese Version ist fachlich etwas präziser, vermeidet einige verallgemeinernde Aussagen und entspricht eher dem Stil eines Berichts für eine Fachzeitschrift, einen Jahresbericht oder eine Website einer Behörde bzw. Forschungseinrichtung.

 

IMPEL-Arbeitsgruppe „Pigs & Poultry“

06 2026 Gruppenfoto klein.pdf

ProjektleiterIn

Heidinger Birgit, Dr.in

Dr.in Birgit Heidinger

Institutsleitung Tier, Technik und Umwelt

Team

Kropsch Michael, BMA

BMA Michael Kropsch

Referatsleiter Emissionen aus der Tierhaltung