Die BTU-Tagung (Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung) gilt als eines der wichtigsten wissenschaftlichen Fachtreffen im deutschsprachigen Raum für die Nutztierhaltung. Sie findet alle zwei Jahre statt und wird gemeinsam vom Bau, Technik und Umwelt in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung (BTU), dem Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft (KTBL), der VDI-Max-Eyth-Gesellschaft Agrartechnik (VDI-MEG) und der Europäischen Gesellschaft landwirtschaftlicher Ingenieure (EurAgE) organisiert.
Mit vier wissenschaftlichen Fachvorträgen präsentierte sich die HBLFA Raumberg-Gumpenstein bei der 17. BTU-Tagung in Potsdam als wichtiger Impulsgeber für die zukünftige Nutztierhaltung. Forschungsergebnisse zu Emissionen, Tierwohl, Tränkewasserhygiene und klimafitten Stallkonzepten unterstreichen die hohe Praxisrelevanz und Innovationskraft der Arbeiten aus Raumberg-Gumpenstein.
Michael Kropsch präsentierte ein Sensorsystem zur Ermittlung von Geruchsemissionen aus der Schweinehaltung und Forschungsergebnisse zu mikrobiellen Kontaminationen in Tränkewassersystemen. Dr. Birgit Heidinger berichtete über vergleichende Erhebungen zu Schad- und Klimagasen sowie Geruch in drei unterschiedlichen Schweinemastabteilen mit Flüssig- und Trockenfütterung. Roland Gutwenger stellte mit dem Projekt „Emissionsarmer und klimafitter Milchviehstall 2050“ einen Ansatz vor, der Emissionsminderung, Tierwohl und Klimaanpassung miteinander verbindet.
Prof. Dr. Thomas Amon hob die Bedeutung der praxisnahen Forschungsaktivitäten an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein hervor und bedankte sich für die sehr wertvollen Beiträge. Der fachliche Austausch zwischen den Vorträgen und beim gemeinsamen Abendessen mit Kolleg:innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum bereicherte die Tagung ungemein.
Den Abschluss bildete eine Besichtigung der Forschungseinrichtungen des ATB Potsdam. Besonders beeindruckend war der europaweit einzigartige Windkanal, in dem die Emissionsausbreitung in frei belüfteten Ställen untersucht wird. Weitere Stationen beschäftigten sich mit der Sensorik zur Verbesserung des Tierwohls und zur Früherkennung von Erkrankungen bei Rindern mit der Verwertung organischer Reststoffe aus der Biogaserzeugung sowie digitalen Zwillingen zur Optimierung der Lagerung von Äpfeln.






