Nachlese - 31. Österreichische Jägertagung

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Die 31. Österreichische Jägertagung fand am 5. und 6. März 2026 in der Puttererseehalle in Aigen im Ennstal statt. Veranstaltet wurde die Tagung von der HBLFA Raumberg-Gumpenstein unter der Leitung von Direktor Dr. Johann Gasteiner in Zusammenarbeit mit dem Programmkomitee der Jägertagung. Zahlreiche Jägerinnen und Jäger, Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung und Naturschutz sowie Vertreter der Jagdorganisationen aus ganz Österreich nahmen an der größten Fachveranstaltung für Jägerinnen und Jäger in Mitteleuropa teil.

Jagen in der EU – Weidwerk vor dem Hintergrund internationaler Abkommen und EU-Politik

Jagen in der EU – Weidwerk vor dem Hintergrund internationaler Abkommen und EU-Politik

 © HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung stand das Leitthema „Jagen in der EU – Weidwerk vor dem Hintergrund internationaler Abkommen und EU-Politik“.
Die Vorträge und Diskussionen beleuchteten, wie stark europäische Gesetzgebung, internationale Abkommen und nationale Umsetzungsstrategien die jagdliche Praxis beeinflussen. Entscheidungen auf EU-Ebene wirken zunehmend direkt auf das Wildtiermanagement, die Bewirtschaftung von Lebensräumen sowie auf jagdrechtliche Rahmenbedingungen in den Regionen.

Die Inhalte der Tagung orientierten sich auch an einer Publikumsbefragung der Jägertagung 2025 und griffen aktuelle Fragestellungen auf. Behandelt wurden unter anderem die Auswirkungen europäischer Naturschutz- und Biodiversitätsprogramme, die EU-Wiederherstellungsverordnung, nachhaltige Jagd auf geschützte Arten, Fragen der Tierseuchenbekämpfung sowie Aspekte der Wildtierkriminalität. Dabei wurde deutlich, dass moderne Jagd ein komplexes Zusammenspiel aus Recht, Ökologie, Ethik und gesellschaftlicher Verantwortung darstellt.

In seiner Begrüßung betonte der Gastgeber der Tagung die Bedeutung des fachlichen Austauschs zwischen Praxis, Wissenschaft und Verwaltung. Gerade vor dem Hintergrund wachsender europäischer Regelungen eröffne sich für die Jagd die Chance, ihre Rolle als unverzichtbarer Bestandteil eines nachhaltigen Natur- und Wildtiermanagements sichtbar zu machen.

Grußworte richteten unter anderem der stellvertretende steirische Landesjägermeister und Abgeordnete zum Nationalrat Andreas Kühberger sowie der Präsident von Jagd Österreich, Landesjägermeister Anton Larcher, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Seit mehr als drei Jahrzehnten bietet die Österreichische Jägertagung eine Plattform für Weiterbildung, Diskussion und Vernetzung. Auch die 31. Auflage unterstrich erneut die zentrale Bedeutung eines fundierten Dialogs über die Zukunft der Jagd – insbesondere im Spannungsfeld zwischen regionaler Praxis und europäischer Politik. Die Veranstaltung setzte damit wichtige Impulse für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Jagd in Österreich und Europa.

 

Bilder zur Tagung

 

Programm der 31. Jägertagung 2026 in Aigen im Ennstal

 

 

Tagungsband

 

 

 

Team

Temmel Mara

Mara Temmel

Sekretariat