(c) HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Internationales Fachgremium für tiergenetische Ressourcen tagt in Österreich

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Internationales Fachgremium für tiergenetische Ressourcen tagt in Österreich

Am Wochenende vom 23. und 24. August tagte die Generalversammlung des Europäischen Brennpunktes für tiergenetische Ressourcen (ERFP) in Mils bei Innsbruck. Als Nationaler Brennpunkt für tiergenetische Ressourcen war die HBLFA Raumberg-Gumpenstein Gastgeber und Organisator. 

Etwas über 40 Teilnehmer aus ganz Europa sowie Roswitha Baumung als Vertreterin der FAO begutachteten die Abschlussberichte der Arbeitsgruppen zum Thema Ex-Situ-konservierung (in Genbanken) In-Situ-konservierung (Zuchtpopulationen auf landwirtschaftlichen Betrieben) und Dokumentation und Datenerhebung. Der Leiter des EU Referenzzentrums für seltene Rassen (EURC-EAB) Siepke Joost Hiemstra stellte die Arbeit seines Instituts vor, sowie die dort erarbeiteten Leitlinien und Empfehlungen zum Thema Biosicherheit und Qualitätsmanagement in Genbanken.

Es folgten Fachvorträge zu der Verknüpfung von Zooarchäologie mit der Arbeit von Genbanken, der genetischen Konservierung von verwilderten Haustierpopulationen und dem Versuch die Diversität der Gruppe der Nordischen Kurzschwanzschafe zu erfassen und ökonomisch nutzbar zu machen, um den langfristigen Erhalt dieser Rassen zu ermöglichen. Weiters stimmten die Teilnehmer über das Jahresbudget ab. Es wurde auf das peer-reviewte, Open Access Journal „Genetic Resources“ (https://www.genresj.org/index.php/grj) hingewiesen, welches vom ERFP unterstützt wird und Themen der pflanzlichen und tierischen Biodiversität behandelt. Dieses bietet vor allem Nachwuchsforschern eine geeignete Plattform für Publikationen im Bereich Biodiversität.

Am Sonntag folgte eine Exkursion auf die Arztalalm in Ellbögen, wo die Familie Mair Rinder der gefährdeten Rassen Tux-Zillertaler und Pustertaler Sprinzen, sowie Blobe- und Schwarzhalsziegen und weitere Tierarten auf ihrem Archehof züchtet und somit erhält. Dies gab die Möglichkeiten auf die Besonderheiten der Almwirtschaft sowie die damit verbundenen Anpassungen der traditionellen Rassen einzugehen, sowie Netzwerke unter den nationalen Koordinatoren aufzubauen.

Team

Potyka Robert, Mag. med.vet.

Mag. med.vet. Robert Potyka

Tiergenetische Ressourcen und Bioagenden
Berger Beate, DTzt.

DTzt. Beate Berger

Tiergenetische Ressourcen und Bio-Agenden