Dr. Neumayer ist Biologe mit Schwerpunkt Bienen und Bestäubung in naturnahen sowie intensiv genutzten Landschaften. Beim Naturschutzbund Salzburg ist er stellvertretender Vorsitzender und als Fachbeirat unter anderem für Arten- und Biotopschutz sowie Wildbienen tätig. Zudem organisiert er seit 2015 den Hummelschwerpunkt des Citizen-Science-Projekts naturbeobachtung.at.
Der Vormittag stand im Zeichen der theoretischen Grundlagen: Neben der Biologie und Ökologie von Hummeln und Wildbienen wurden wichtige Bestimmungsmerkmale, typische Lebensräume und die Bedeutung dieser Insektengruppe für die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen behandelt. Anschließend konnten die Teilnehmer:innen anhand von Präparaten und Bestimmungsschlüsseln erste praktische Erfahrungen am Mikroskop sammeln.
Am Nachmittag verlagerte sich der Kurs ins Freiland. Dort wurden verschiedene Blütenbesucher beobachtet, fotografiert und gemeinsam bestimmt. Die Bestimmungspraxis zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Insektenfauna rund um Raumberg-Gumpenstein ist und wie wichtig strukturreiche Lebensräume, ein kontinuierliches Blütenangebot sowie geeignete Nistmöglichkeiten für Wildbienen und Hummeln sind.
Im Zuge der Freilandübungen konnten unter anderem folgende Arten bzw. Artengruppen dokumentiert werden: Ackerhummel, Gartenhummel, Steinhummel, Wiesenhummel, Veränderliche Hummel, Kuckuckshummel, Honigbiene, Blattschneiderbiene, Scherenbiene, Wespenbiene und Natternkopf-Mauerbiene. Darüber hinaus wurden weitere Blütenbesucher wie Hain-Schwebfliege, Langbauchschwebfliege, Mistbiene, Pflanzenwespe, Kleiner Fuchs, Rotklee-Bläuling sowie eine Blutzikade beobachtet.
Der Kurs verband fachliche Grundlagen mit unmittelbarer Anwendung im Gelände und leistete damit einen wertvollen Beitrag zur Vertiefung der Artenkenntnis. Gerade im landwirtschaftlichen Umfeld ist das Wissen über Bestäuber, ihre Lebensraumansprüche und ihre Gefährdung eine wichtige Basis für Biodiversitätsförderung und nachhaltige Bewirtschaftung.












