(c) HBLFA Raumberg-Gumpenstein

MovingCattle: Bewegungsvektoren von Weidevieh zur Bewertung des zusätzlichen Energiebedarfes

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MovingCattle: Bewegungsvektoren von Weidevieh zur Bewertung des zusätzlichen Energiebedarfes

Die Weidehaltung ist die natürliche Ernährungsform der Wiederkäuer. Wildlebende Wiederkäuer demonstrieren deren optimale zeitliche Taktung. Die Brunst der Muttertiere setzt so ein, dass die zukünftige Milchnachfrage der Nachkommen in die Zeit eines guten Futterangebotes mit hoher Futterqualität fällt. Davon profitieren sowohl die Muttertiere als auch die Kälber, Lämmer und Kitze.

Die Weidehaltung hat eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz und wird, obwohl es auch Einschränkungen gibt, aus vielen Gründen praktiziert. Viele Vorteile haben jedoch einen diametralen Gegenspieler. Dass die Tiere das Gras in frischer Form selbst ernten, ist aus Sicht der Arbeitszeit und der Ressourcennutzung optimal. Da das Fressen jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt, bleiben die Futteraufnahme und damit die Leistung limitiert. Dass sich die Tiere frei im Gelände bewegen, ist aus verschiedenen Gründen positiv, zugleich verbraucht diese Bewegung jedoch Energie und wirkt ebenfalls leistungsbegrenzend.

Das Projekt MovingCattle widmet sich dem Aspekt der Bewegung von Weidetieren auf Weiden im Alpenraum. Primär versucht das Projekt, Bewegungsvektoren von möglichst vielen Tieren (Trajektorien) in hoher zeitlicher Auflösung zu erfassen. Neben der zurückgelegten Distanz spielt vor allem der bewältigte Höhenunterschied eine große Rolle. Exemplarische Messungen der Herzfrequenz dokumentieren die biologische Arbeit der Tiere auf der Weide. Möglicherweise können auch Effekte der Tagestemperatur erkannt werden.

In den Sommermonaten 2025 bzw. 2026 werden dafür Jungrinder und Milchkühe, aber auch Ziegen, mit hochauflösenden GPS-Halsbändern ausgestattet. Zum Einsatz kommen Systeme, die ihre Daten über ein GSM-Modem an einen Internetserver übertragen, sowie lokale LoRaWAN-Lösungen. Für die Bewertung der zusätzlichen Arbeitsleistung wird auf bestehendes internationales Fachwissen zurückgegriffen.

Das Ergebnis des Projektes ist die Bewertung des zusätzlichen Arbeitsaufwandes der Tiere bei verschiedenen Weideformen. Ziel ist die Integration der gewonnenen Erkenntnisse in die praktische Weideführung.

ProjektleiterIn

Guggenberger Thomas, Dr.

Dr. Thomas Guggenberger, MSc

Institutsleitung Nutztierforschung

Team

Huber Reinhard

Reinhard Huber

Schafe und Ziegen
Terler Georg, Dr.

Dr. Georg Terler

Milchproduktion und Tierernährung

Forschungsdokumentation

 

Bewegungsvektoren von Weidevieh zur Bewertung des zusätzlichen Energiebedarfes

Guggenberger Thomas (2025 - 2026)
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